Juniorenkonzeption U7 bis U11

Einleitung

Mit dieser Konzeption möchte der TuS Frammersbach, der TSV Partenstein, FSV Kempfenbrunn, TSV Lohrhaupten und TSV Lohr künftig den Junioren von der U7 bis zur U11 durch ein qualitativ hochwertiges Training frühzeitig eine gezielte sportliche und persönliche Ausbildung in der Breitensportart Fußball garantieren. Das Juniorenkonzept soll der sportliche „rote Faden“ in der Trainingsarbeit mit den Altersklassen im Grundlagenbereich darstellen. Dieses Ausbildungskonzept ist nicht nur Leitfaden für die Trainer der oben genannten Altersstufen sondern dient genauso den Verantwortlichen und den Eltern um einen tieferen Einblick in die Trainingsarbeit mit ihren Kindern zu bekommen. Der Rahmen für diese Ausbildung ist geprägt von dem Gedanken der perspektivischen, individuellen und altersgerechten Ausbildung statt der kurzfristigen Titeljagd.

Fort vom kurzfristigen, ergebnisorientierten Denken
Hin zur langfristigen Ausbildung

Zielsetzung

Kurzfristig soll die eigene Trainingsarbeit optimiert und für Kinder, Verantwortliche und Eltern attraktiv gestaltet werden. Mittelfristig soll das Niveau unserer talentierten Spieler angehoben werden, ohne dass der Breitensportgedanke vernachlässigt wird. Langfristig soll die Abstimmung zwischen den Mannschaften im Grundlagenbereich auf kooperativer Basis zwischen den Trainern durch beständige Kommunikation optimiert werden. Aus der U11 sollen technisch gut ausgebildete Spieler in den U-13-Bereich integriert werden.

Umsetzung

Wir bieten allen Kindern die Möglichkeit, sich in ihrem Altersbereich entsprechend ihrer Veranlagung und individueller Zielsetzung zu entwickeln. Hierzu sind die Spieler gemäß ihrem Entwicklungsstand in jedem Altersbereich (U7, U9, U11) durch die jeweiligen, verantwortlichen Trainer auf die Mannschaften aufgeteilt. Folgendes muss umgesetzt werden:
die Aufteilung der Kinder in leistungskonforme Teams (in Wettkampf und Training!!) mit flexibler Einteilung und stetiger Beobachtung durch die Übungsleiter. Dies erlaubt ein immer wieder neues Taxieren der Kinder entsprechend ihrer aktuellen Fähigkeiten und Neigungen. Sonderregelungen sind nur mit Rücksprache mit dem Jugendleiter zu treffen. Ein striktes Trennen von Jahrgängen ist zu unterlassen.

Zielsetzung Training

Lernziele sind altersgerechte Schwerpunkte in der Trainingsarbeit, die aufeinander und ineinander greifend eine umfassende und qualifizierte fußballerische Ausbildung fördern sollen. Hierzu zählen nicht nur sportliche Übungen, sondern auch soziales Verhalten und Disziplin. Die sozialen Fähigkeiten der Kinder und ihre Persönlichkeitsentwicklung sollen gefördert und unterstützt werden. Von der Entwicklung dieser Fähigkeiten wird nicht unwesentlich abhängen, wie realistisch jeder Einzelne sein Können als Fußballer innerhalb der Gruppe einschätzen kann und wie effektiver sich in das „Gesamtgefüge Team“ einbringen kann. Die Mannschaftseinteilung der Kinder erfolgt nach dem jeweiligen Entwicklungsstand. Diese Einteilung ist besonders wichtig, um die Kinder entsprechend ihrem Leistungsstand zu fordern und fördern, Schwächen gezielter angehen zu können und Über- bzw. Unterforderung zu vermeiden.
Wir richten uns im organisatorischen Aufbau nach dem Ausbildungskonzept des DFB.

Zielsetzung Eltern

Eltern spielen im Juniorenbereich eine wichtige Rolle. Im Bereich der Altersklassen U7 bis U9 ist es nicht vorstellbar, dass der spielbetrieb ohne Eltern aufrechterhalten werden könnte. Mit dem Juniorenkonzept sollen auch die Eltern und Erziehungsberechtigten erreicht werden. Sie investieren ihre Freizeit zum Wohle der Kinder. Der Verein ist auch auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Die Mitwirkung von Eltern sollte als deutlicher Wunsch seitens der Trainer artikuliert werden. Dabei kann es sich naturgemäß in erster Linie nur um Unterstützungsmaßnahmen in bestimmten Bereichen, die die Trainer nicht abdecken können,handeln. Es muss deutlich bleiben, dass der Trainer der sportlich allein Verantwortliche ist.

Eltern sollten:

  • Unterstützend wirken (z.B. in der Organisation , Fahrdienste etc.)
  • Die Kinder aufmuntern und positiv beeinflussen
  • Sich am Spielfeldrand korrekt und gruppenfreundlich verhalten
  • Von Außen keine Unruhe ins Spielfeld bringen
  • Die Autorität der Trainer und Betreuer nicht untergraben
  • Kritik möglichst konstruktiv in einem 4-Augen-Gespräch mit den Verantwortlichen äußern (Trainer, Jugendleiter)

Beobachtung und Bewertung der Spieler

Kaderzusammenstellung

Die Trainer stellen im Rahmen der Saisonvorbereitung auf Grundlage der Beobachtungen ihre Mannschaften zusammen. Ein striktes Trennen von Jahrgängen innerhalb der Altersklassen ist zu unterlassen. Die Kaderzusammenstellung ist durchlässig. Die verantwortlichen Trainer können und müssen Veränderungen innerhalb der Mannschaft aufgrund auftretender unterschiedlicher Leistungsentwicklung einzelner Spieler vornehmen. Das bedeutet, dass jederzeit Spieler aus dem Kader der Mannschaft II in die Mannschaft I einer Altersklasse aufrücken können, aber auch umgekehrt.

Beobachtung während der Saison

Alle Spieler beider Jahrgänge einer Altersklasse trainieren möglichst zur gleichen Zeit an einem Ort. In der Vorrunde findet mindestens einmal monatlich ein gemeinsames, übergreifendes Training zwischen allen Spielern der gleichen Altersklasse statt. In der Rückrunde findet mindestens einmal monatlich ein gemeinsames, übergreifendes Training zwischen allen Spielern des älteren Jahrgangs einer Altersklasse und dem jüngeren Jahrgang der nächsthöheren Altersklasse statt. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse müssen in die zukünftige Kaderzusammenstellung einfließen.

Zielsetzung Trainer

Die Trainer werden in ihren Trainingseinheiten die in diesem Konzept aufgeführten Ausbildungsinhalte umsetzen. In regelmäßigen Gesprächen innerhalb des Trainerteams und mit dem Jugendleiter (oder einem gennannten sportlichen Leiter) soll überprüft werden ob die gesteckten Ziele/Trainingsschwerpunkte tatsächlich umgesetzt und realisiert werden.

Schlussbemerkung

Eine enge Verzahnung vor allem zwischen U11 und U13 ist erwünscht um den Spielern den Übergang in die nächsthöhere Altersklasse zu erleichtern. Ziel ist schlussendlich, kurz-, mittel-, und langfristig sehr gut ausgebildete Kinder in die Jugendmannschaften einzubauen.

Dieses Konzept steht für positive Charaktereigenschaften wie Fairness, Toleranz, Teamgeist und individuelle Leistungsbereitschaft. Das Konzept ist nicht starr, sondern lebt von konstruktiver Kritik, Anregungen und neugewonnenen Erkenntnissen und wird somit auch der Öffentlichkeit transparent dargestellt.

Quellenangaben

www.dfb.de
www.fd21.de
www.anpfiff-ins-leben.de